Regelungen des Pokalwettbewerbs
1. Grundsätzlich gilt:
2. Auslosung der Spielpaarungen
Von jedem für den Pokalwettbewerb gemeldeten Team wird eine Karte angefertigt, diese werden für die Auslosung in eine ‚Blackbox’ gelegt. Nun werden von einer unabhängigen Person Karte für Karte die Spielpaarungen gezogen (über die Regelungen bezüglich der Zuteilung des Heimrechts siehe Punkt 3).
Vom Pokalfinale aus gesehen verdoppelt sich in jeder davor liegenden Runde die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften:
Finale 2 Teams - Halbfinale 4 Teams
Viertelfinale 8 Teams - Achtelfinale 16 Teams
Hauptrunde 32 Teams - Vorrunde 64 Teams usw.
Im Schnitt nehmen etwa 34 – 37 Teams am Pokalwettbewerb teil; da dies mehr als 32 sind, wird, um das Ausspielen komplizierter Vorrunden zu vermeiden, zur Vereinfachung des Vorgangs die doppelte Anzahl der überzähligen Teams bei der Auslosung der Qualifikationsrunde zugeteilt, um sich den Zugang zur Hauptrunde zu erspielen.
Nehmen beispielsweise mit 36 Teams vier überzählige Teams am Wettbewerb teil, spielen die ersten acht ausgelosten Mannschaften gegeneinander in der Qualifikationsrunde. Die Auslosung zu dieser Runde geschieht dabei vollkommen unanhängig vom Status der teilnehmenden Teams, es kann also auch den gerade amtierenden Pokalsieger betreffen.
Der Begriff ‚Qualifikationsrunde’ ist insofern irreführend, als dass es sich ja im tatsächlichen Sinne des Begriffs nicht um eine Qualifikation handelt, sondern um eine per Zufall zusammengestellte Vorrunde, um den Überschuss abzubauen.
Ist die notwendige Anzahl der Mannschaften für die Qualifikationsrunde ausgelost, wird für jede Begegnung dieser Vorrunde je eine weitere Karte (Sieger 1, Sieger 2, Sieger 3…) in die Blackbox gelegt und die Auslosung für die Hauptrunde wird fortgesetzt.
3. Zuteilung des Heimrechts
An den folgenden Beispielen soll die automatische Zuteilung des Heimrechts demonstriert werden:
ausgeloste Begegnungen Heimrecht hat
1. Team A (2. Ebene) – Team B (2. Ebene) -> Team A, da beide in gleicher Ebene spielen
2. Team C (3. Ebene) – Team D (4. Ebene) -> Team D, da es in der niedrigeren Ebene spielt
3. Team E (5. Ebene) – Team F (3. Ebene) -> Team E, da in es der niedrigeren Ebene spielt
4. Team G (5. Ebene) – Team H (5. Ebene) -> Team G, da beide in der gleichen Ebene spielen
5. Team I (3. Ebene) – Team J (5. Ebene) -> Team J, da es in der niedrigeren Ebene spielt
6. Team K (3. Ebene) – Sieger Qualifikationsspiel Teams L (4. Ebene) – M (2. Ebene)
-> je nach dem, wer aus der Begegnung L – M als Sieger hervorgeht; gewinnt
Team L, hat es als Team aus der niedrigeren Ebene das Heimrecht gegen
Team K, gewinnt Team M, so hat Team K das Heimrecht
7. Team N (1. Ebene) – Team O (2. Ebene) -> Team O, da es in der niedrigeren Ebene spielt
8. Team P (3. Ebene) – Team Q (1. Ebene) -> Team P, da es in der niedrigeren Ebene spielt
Die Begegnungen der nächsten Runde sähen dann wie folgt aus:
9. Sieger 1. (A-B) - Sieger 2. (C-D)
-> Da sowohl Team C als auch Team D aus einer niedrigeren Ebene stammen,
hat der Sieger dieser Begegnung Heimrecht gegen den aus der 1. Paarung
10. Sieger 3. (E-F) – Sieger 4. (G-H)
-> gewinnt die 3. Paarung Team E, so hat es gegenüber dem Sieger aus der
4. Paarung Heimrecht, da es in der Auslosung weiter oben steht; wird die
3. Paarung von Team F gewonnen, so hat der Sieger aus der 4. Paarung
Heimrecht, da es in der niedrigeren Ebene spielt
11. Sieger 5. (I-J) – Sieger 6. (K-L oder M)
-> hat Team I gewonnen, so hätte es gegen Team K Heimrecht, weil es in der
Auslosung weiter oben steht, gegen Team M Heimrecht, weil Team M aus
einer höheren Ebene kommt, gegenüber Team L hätte es kein Heimrecht,
weil dieses in der niedrigeren Ebene spielt
-> hat Team J gewonnen, hätte es gegenüber allen Teams aus der 6. Paarung
Heimrecht, weil es aus der niedrigeren Ebene kommt
12. Sieger 7. (N–O) – Sieger 8. (P-Q)
-> gewinnt Team N, hätte es gegenüber Team P kein Heimrecht, weil diese aus
der niedrigeren Ebene kommt, gegenüber Team Q hätte es aber Heimrecht,
weil es in der Auslosung weiter oben steht.
-> gewinnt Team O, hätte es gegen Team P kein Heimrecht, weil diese in der
niedrigeren Ebene spielt, gegenüber Team Q hätte es aber Heimrecht, weil
diese in einer höheren Ebene spielt.
Für die Zuteilung des Heimrechts in der nächsten Runde (13. Sieger 9. – Sieger 10.; 14. Sieger 11. – Sieger 12.) und in der Finalbegegnung (15. Sieger 13. – Sieger 14.) gelten die gleichen Regeln.
Der Vorteil dieses inhärenten Systems liegt darin, dass bereits mit der ersten Auslosung sämtliche Begegnungen einschließlich des Heimrechts bis ins Finale festgelegt und für jeden nachvollziehbar und nachkontrollierbar sind.